Mittwoch, 20. April 2011

Elite

Im (übrigens sehr gelungenen) Facebook-Auftritt der ZEIT-Stiftung, unserer "alma mater", findet sich unter den Miniaturen zum 40jährigen Bestehen der Stiftung ein wunderbares Zitat unseres Stifters zu Eliten. Wir selbst bemühen den Begriff bekanntlich nicht für uns, bekommen ihn aber immer wieder entgegen gehalten - mal mit positiver, mal mit negativer Konnotation. Wenn wir ihn verwenden, dann in der Definition "Elite sind Menschen, die von anderen wegen ihres Verhaltens oder ihrer Leistungen für Vorbilder gehalten werden". Damit gilt, dass 1. jeder dazugehören kann und 2. niemand sich selbst dazu erklären kann.

Wie sehr der kulturelle Kontext bei der Elitendiskussion eine Rolle spielen kann, zeigt sich am Beispiel der Packung "pañuelos", die ich just aus Buenos Aires mitgebracht habe: in Argentinien kann man die "Elite" in die Tasche stecken. Sie wirbt für sich mit maximaler Weichheit und hat vor allem eine dienende Rolle, vor allem bei Schnupfen und Freuden-, Rührungs- oder sonstigen Tränen. Ob sich der Hersteller damit eine goldene Nase verdient und damit womöglich schon zur Elite des Landes zählt, entzieht sich allerdings der Kenntnis des Verfassers...

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