Mittwoch, 21. November 2012

Perspektiven der Rechtswissenschaft

Unter dem Titel „Perspektiven der Rechtswissenschaft in Deutschland. Situation, Analysen, Empfehlungen“ hat sich der Wissenschaftsrat in seiner jüngsten Stellungnahme erstmals (!) mit der Rechtswissenschaft befasst. Sie dürfte Anlass zu kontroversen Diskussionen sein. Beispiele gefällig?

„Die Rechtswissenschaft muss den inner- sowie interdisziplinären Austausch stärken, sich intensiver mit ihren Grundlagen befassen und thematisch wie personell vielfältiger werden.“

„Verbesserungsbedürftig ist nach Auffassung des Wissenschaftsrates die Transparenz von Forschungsqualität und -leistung in der Rechtswissenschaft. Deshalb sollten sich Fachvertreterinnen und Fachvertreter auf Anforde­rungen und Rahmenbedingungen für die Leistungs­be­wertung rechtswissenschaftlicher Forschung verständigen. Die Attrak­tivität von Kommentarliteratur und Gutachten muss begrenzt werden, indem der dezi­dierten Forschungspublikation größeres Gewicht beigemessen wird.“

„Die Rechtswissenschaft insgesamt ist damit konfrontiert, dass sie sich zur Wahrung ihrer Einheit nicht mehr nur an einem einzigen und einheitlichen be­ruflichen Leitbild orientieren kann.“

Wer weiterlesen will: Hier ist die Pressemitteilung, hier die gesamte Stellungnahme.

Ich bin sicher, dass die Thesen in der Fach- und Wissenschaftsöffentlichkeit Beachtung finden werden, auch WenzDay wird die Diskussion verfolgen und dokumentieren.

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen