Mittwoch, 13. März 2013

Tuition Bubble?

TheAtlantic, March 2013
In den USA geht die Angst vor der nächsten Blase um: mit rund einer Billion Kreditvolumen sind amerikanische Absolventen "in der Kreide", und in Zeiten rückläufigen Wachstums werden mehr und mehr dieser Kredite schlecht oder gar nicht mehr bedient. Akademiker, die nach Abschluss ihres Studiums keinen Job finden, können ihre Studiendarlehen nicht oder zumindest nicht sofort und in der erwarteten Höhe zurückzahlen.

Finanziert werden die Studiendarlehen fast ausschließlich von "Sally Mae", einer staatlichen Gesellschaft  - somit ist der US-amerikanische Staat der Ausfallbürge. Hört sich an wie zu Zeiten von "Fannie Mae" und "Freddy Mac", die bei Platzen der Immobilienblase nach 2008 eine wesentliche Rolle gespielt haben.

Zählt man dann die Kosten für ein College-Studium (4 Jahre Harvard: 240.000 US$) und die Professional School dazu (3 Jahre Harvard: 150.000 US$), bewegt man sich in schwindelerregenden Höhen. Die Faustregel heißt: das Anfangs-Jahresgehalt muss die Höhe der Schuldensumme haben, um in 12 bis 15 Jahren abgetragen zu werden.

In den meisten Fällen sind, wie "The Atlantic" uns wissen lässt, die Beträge aber wesentlich niedriger. Denn: nur wenige gehen an Elitehochschulen und die anderen sind wesentlich günstiger, und selbst die, die an den Top Schools landen, zahlen meist weniger als den Schaufensterpreis. Stipendien machen's möglich. So haben nur 1,2 % der US Amerikaner Schulden aus Studiengebühren von mehr als 150.000 US$, fast die Hälfte liegt bei unter 10.000 US$, ein knappes weiteres Drittel bei unter 25.000 US$. Gemessen an den Kosten der Nichtbildung, die in Deutschland kaum jemand interessiert, immer noch ein gutes Investment.

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